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Eigenbluttherapie

Eine Einführung und die Eigenblutherapie

Die Eigenbluttherapie ist eine Reiztherapie, bei der entnommenes Blut dem Körper nach verschiedenen Aufbereitungsformen wieder zugeführt wird. Die ersten Anwendungen gab es im 3. Jahrhundert vor Christi im ostasiatischen Raum. Doch erst viel später, nachdem man im 19. Jahrhundert im europäischen Sprachraum tiefergehende Einblicke und Kenntnisse in die komplexen physiologischen Abläufe des Körpers gewann, erkannte man, dass im Blut ungeahnte Kräfte schlummern. Erste wissenschaftlich dokumentierte Anwendungen gibt es ab dem Jahre 1876, seit ca. 1930 ist die Eigenbluttherapie bei naturheilkundigen Therapeuten weit verbreitet. Unter dem Begriff der Eigenbluttherapie werden verschiedene Verfahren zusammengefasst.

Die Eigenbluttherapie soll durch eine schwache Reiztherapie die Aktivierung der körpereigenen Heilungsvorgänge unterstützen und die Reaktionsintensität regulieren. Sie ist eine der individuellsten Therapien, da wir das eigene Blut als Medikament einsetzen können. Zahlreiche Untersuchungen haben ihre Wirkung auf das menschliche Immun- und Nervensystem belegt. Bei uns in der Praxis hat sich die Eigenbluttherapie bewährt. Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen sondern auch bei den Erwachsenen sehen wir häufig rasche Besserungen und eine Stabilisierung des Menschen auf allen Ebenen.

Unsere Aufgabe als Therapeuten ist es, während der Therapie ein Gleichgewicht aus Reaktion und Besserung der Beschwerden herbeizuführen, denn nur ein Reiz in der richtigen Stärke führt auch zum gewünschten Ergebnis. Mitunter muss daher der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen und die Dosierung Ihres Eigenblutes stark variiert werden. Sie und Ihr Körper geben mit den auftretenden Reaktionen das Tempo und die Intensität der Behandlung vor. Nach den ersten 4-6 Anwendungen können wir erkennen, wie intensiv die Behandlung erfolgen sollte.

Die verschiedenen Eigenbluttherapien:

Orale Eigenbluttherapie als Tropfen (EB):

Sie werden regelmäßig (in der Regel täglich) eingenommen und müssen nach 3-4 Wochen aufgefrischt werden, da sich der Organismus angepasst hat. Sie ist als Basis- und Umstimmungstherapie bei allen Erkrankungen zu empfehlen. Die Tropfen können bereits bei Therapiebeginn eingesetzt werden und sollten auch nach dem Abklingen der Beschwerden noch eine Weile zur Stabilisierung eingenommen werden. Einnahmezeiträume von mindestens 3-6 Monaten haben sich als gut wirksam erwiesen. Auch für Kinder hervorragend geeignet.

Eigenblut Therapie

Kleine Eigenbluttherapie (KEB):

Aus der Vene entnommenes Blut wird in vorsichtig aufsteigenden Dosierungen bis max. 5 ml direkt wieder in den Pomuskel oder unter die Bauchhaut gegeben. Dabei kann das Blut ohne Zusätze verabreicht oder mit homöopathischen oder pflanzlichen Ampullen bzw. Ozon-Sauerstoff vermischt werden, bevor man es injiziert. Je nach vorliegenden Erkrankungen eignen sich bestimmte Formen besonders zur Therapie. Die kleine Eigenbluttherapie wird in Kurform durchgeführt und kann mehrfach wiederholt werden. Geeignet bei chronischen Schmerzzuständen, Allergien, Neurodermitis, Asthma, Infektanfälligkeit oder akuten Entzündungen.

Große Eigenbluttherapie (GEB):

Aus der Vene werden 50 – 200 ml Blut in ein steriles System aus Flasche und verbindenden Infusionsschläuchen entnommen und dort mit Ozon-Sauerstoff (in variablen Konzentrationen) vermischt. Anschließend wird das Blut direkt wieder in die Vene zurückgegeben. Diese Eigenblutform findet vor allem bei Stoffwechselerkrankungen, Gicht, Rheuma, Durchblutungsstörungen und als Umstimmungstherapie Anwendung. Sie wird ebenfalls in Kurform mit etwa 10-15 Behandlungen durchgeführt. Wir empfehlen eine Wiederholung nach 4-6 Monaten. In der Regel finden pro Woche 1-2 Behandlungen statt. Nähere Informationen finden Sie auch unter Ozon-Sauerstoff-Therapie.

Die Wirkung

Bei der kleinen und großen Eigenblutbehandlung sind ausleitende Therapieschritte im Vorfeld notwendig, um die Toxinbelastung des Organismus und somit auch des Blutes zu reduzieren. In der therapeutischen Auseinandersetzung mit dem Eigenblut werden im Immunsystem des Körpers tiefgehende Reaktionen ausgelöst und gebahnt. Der Reiz auf die Regulationssysteme des Körpers aktiviert eine Reihe von Prozessen. Eigenblut wirkt unter anderem entzündungshemmend, verstärkt die Drüsentätigkeit, wirkt erst entspannend und dann tonisierend auf die glatte Muskulatur, ist schmerzlindernd, fördert die Blutneubildung und vermehrt Immunzellen.

Durch eine längerfristige Eigenblutbehandlung ist es teilweise auch möglich, die Ansprechbarkeit schulmedizinischer Medikamente zu verbessern und in Rücksprache mit den behandelnden Therapeuten Medikamentendosierungen bei Langzeittherapien zu reduzieren oder aber auch Nebenwirkungen durch längerfristige Medikamenteneinnahmen abzufedern. Die Eigenbluttherapie kann dem ganzen Organismus ermöglichen, auf Reize passend zu reagieren und sich selbst zu helfen. Alle Formen der Eigenbluttherapie zielen darauf ab, die natürliche Grundregulation Ihres Organismus wieder herzustellen.

Wir machen Sie freundlich darauf aufmerksam, dass es sich bei einigen naturheilkundlichen Diagnose- und Therapieverfahren um Erfahrungsheilkunde handelt und selbige nicht unbedingt wissenschaftliche bzw. schulmedizinisch anerkannte bzw. bewiesene Verfahren darstellen. Die genannten Einsatzgebiete für Therapieverfahren beruhen auf eigenen langjährigen praktischen Erfahrungen.
Für alle medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren gilt zudem: Lassen Sie sich bitte immer persönlich über Wirkungen, eventuelle Nebenwirkungen und Komplikationen sowie Gegenanzeigen in der Praxis beraten.