Telefon: 0521 / 17 10 19 Kontakt

Ausleitungsverfahren

Mit einem normalen Brot verzehren Sie heute schon über 50 zugesetzte Substanzen. Es gibt eine Vielzahl von Stoffen, denen wir alltäglich ausgesetzt sind und die uns langfristig schaden können. Zum Beispiel:

– Ausdünstungen von Bodenbelägen, Spanplatten, Tapeten, Wandverkleidungen,
– Kleber, Lackierungen und Farben, Isoliermaterialien, Dichtmassen,
– Bestandteile von Reinigungs- und Waschmitteln,
– Kosmetika und Körperpflegeprodukten,
– Arzneimittel und deren Zusatzstoffe sowie
– Produkte der Zahnheilkunde und Mundpflege
– Schadstoffe und Farben in unserer Bekleidung und den Schuhen wie auch
– Zusatzstoffe in Nahrungsmittel und Getränken … .

Warum ist eine Ausleitung sinnvoll?

Je nach Konstitution, Lebensweise und Summe der Belastungsfaktoren schaffen wir das ohne Beschwerden und Symptome. Läuft irgendwann mal das Fass über, führt die Summe aller negativer Einflüsse zum Nachlassen der Regulationsfähigkeit Ihres Organismus und die Fähigkeit, Störeinflüsse auszugleichen sinkt. Eine Schwächung der Konstitution bis hin zur stärksten Erschöpfung und schweren Krankheitsverläufen kann die Folge sein. Die Grundregulation und das Immunsystem Ihres Organismus geht „zu Boden“, die Energiebereitstellung wird dauerhaft gestört.

Ausleitung als Grundbaustein der Naturheilkunde

Ausleitungsverfahren bzw. -therapien in den verschiedensten Formen gehören zum absoluten Grundverständnis biologischer und naturheilkundlicher Verfahren. Wenn ein Organismus entlastet ist, entsprechend unterstützt und insgesamt für weniger Grundfracht an Belastungen gesorgt wird, ist es leichter, die Regulationsfähigkeit und die Selbstheilungskräfte eines Organismus dauerhaft anzuregen bzw. stabil zu halten.

Je nach Ausgangslage, Lebensalter, Geschlecht und Beschwerdebild sind einige Ausleitungsverfahren zu bevorzugen, andere werden eine eher untergeordnete Rolle spielen. Es gibt aber auch einige Situationen, in denen andere stützende Therapien Vorrang haben, bevor mit der Ausleitung begonnen werden kann – beispielsweise bei starker Erschöpfung. Hier bedarf es einer deutlichen Unterstützung mit aufbauenden und energieliefernden Therapien, biologischen Präparaten und Betriebsstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, essentiellen Aminosäuren), bevor Ausleitungsmaßnahmen gestartet werden dürfen.

blume3

Welche Situation vorliegt, klärt sich durch die Auswertung der Gespräche und den durchgeführten Untersuchungen. Bezüglich der Schadstoffbelastung haben sich einige Diagnoseverfahren wie Global Diagnostics und Laboruntersuchungen bewährt. Wir stellen Ihnen nun eine Auswahl an Ausleitungsverfahren vor:

Schröpfbehandlung

Ein altes und bewährtes Ausleitungsverfahren, das mindestens seit dem Mittelalter in der Naturheilkunde fest verankert ist. Schröpfbehandlungen haben zum Ziel, die Durchblutung der Hautzonen und den damit über einen Reflexbogen verbundene innere Organstukturen in ihrer Funktion sowie den Lymphfluss allgemein anzuregen. Mit Hilfe von Unterdruck werden die Schröpfköpfe auf die entsprechenden Hautareale (meist auf dem Rücken, über erkrankten Organen, an erkrankten Gelenken) gesetzt. Sie verbleiben dort für ca. 10-20 Minuten und können therapeutisch gewollte deutliche Rötungen bis hin zu Blutergüssen erzeugen. Je stärker die Reaktion, desto wichtiger ist die Entlastung im therapierten Gebiet.

Schröpfungsbehandlung

Wir unterscheiden das sogenannte trockene Schröpfen (nur Aufsetzen des Schröpfkopfes) und blutiges Schröpfen. Hier wird das Areal vorher mit dem Lebenswecker behandelt, bis kleinste Bluttröpfchen austreten (einer Art Gewebe-Aderlass), der die Areale entstauen, die Durchblutung und den Lymphfluss anregen soll. Eine Variante ist die Massage mit den Schröpfköpfen unter Verwendung von ausleitungsfördernden ätherischen Ölen. Eine Kombination mit der Baunscheidtherapie ist ebenfalls denkbar. Patienten mit Allergien gegen entsprechende Ölbestandteile sowie Markumarpatienten und Patienten mit Blutgerinnungsstörungen sollten nicht mit einer Schröpfbehandlung therapiert werden.

Baunscheidtbehandlungen

Das Baunscheidtverfahren wurde um 1840 von Carl Baunscheidt (1809-1873 – übrigens ein Westfale! – entwickelt). Mittels Baunscheidtroller und dem sogenannten Lebenswecker (einem Nadelstempel) und dem Einreiben von ätherischen Ölen wird eine Reizungstherapie durchgeführt, die einen künstlichen Ausschlag bewirken sollen. Nach Carl Baunscheidt „fragt das Baunscheidtverfahren nicht nach dem Namen der Krankheit, sondern geht davon aus, das etwas Störendes wieder aus dem Organismus herausgehört“. Die Baunscheidttherapie bewirkt folgendes: Die Haut der behandelten Areale wird intensiv durchblutet. Über zugeordnete Reflexbögen werden die inneren Organe und Körperstukturen ebenfalls besser durchblutet, in Ihrer Aktivität gesteigert sowie das Immunsystem angeregt. Ziel ist eine verbesserte Durchblutung und eine allgemeine Anregung und Tonisierung des Organismus.

Baunscheidtbehandlung

Behandlungen erfolgen in regelmäßigen Abständen. Nach dem Rollen mit dem Baunscheidtroller und dem Auftragen des Öles bedarf es einer anschliessenden Ruhephase in angenehmer Atmosphäre von ca. 20 Minuten. Wichtig sind ausreichende Mengen an stillem Wasser, die Sie vor und nach der Behandlung zu sich nehmen sollten, um ein Transportmedium für die Stoffwechselschlacken zur Verfügung zu stellen.

Ausleitung mit Infusionen

Auch Infusionen können den Organismus bei der Ausleitung unterstützen. Mit Hilfe der verabreichten homöopathischen Ampullen können die einzelnen Organsysteme in Ihrer Funktion angeregt und unterstützt werden. Enthaltene Vitamine, Mineralien oder auch Aminosäuren können durch biochemische Reaktionen im Körper die Entgiftungskapazität verbessern und dem Organismus helfen, seine Stoffwechselschlacken und Giftstoffbelastungen besser auszuscheiden. Ebenso können körpereigene Stoffe verwendet werden, um die Drüsenfunktion anzuregen und über diesen Weg den Stoffwechsel zu aktivieren.

Infusion

Patienten mit Allergien gegen die Wirkstoffe in den Injektionsampullen dürfen weder mit Injektionen noch Infusionen mit diesen Wirkstoffen behandelt werden.

Ausleitung mit Funktionskomplexen

In der Naturheilkunde stehen uns eine Fülle von Arzneien oder Arzneikombinationen zur Verfügung, die Organfunktionen unterstützen und die Ausleitung anregen. Wir verwenden sie in Form von Tees, Tropfen oder Tabletten oder Salben. Sie begleiten die Therapien zuhause und helfen bei der Umstimmung des Organismus im Sinne einer stabilen Regulationsfähigkeit mit.

tabletten

Da sich die Bedürfnisse des Organismus im Verlauf einer Therapie ändern, ist es sinnvoll, die verwendeten Arzneien nach bestimmten Zeiträumen zusammen mit dem Patienten mittels einer energetischen Testung bei diesem Patienten auf Wirksamkeit zu überprüfen und auszutesten.

Unterstützung mit Orthomolekularen Präparaten

Wir dürfen Sie hier auf ein separates Kapitel zur Orthomolekularen Medizin hinweisen.

Wir machen Sie freundlich darauf aufmerksam, dass es sich bei einigen naturheilkundlichen Diagnose- und Therapieverfahren um Erfahrungsheilkunde handelt und selbige nicht unbedingt wissenschaftliche bzw. schulmedizinisch anerkannte bzw. bewiesene Verfahren darstellen. Die genannten Einsatzgebiete für Therapieverfahren beruhen auf eigenen langjährigen praktischen Erfahrungen.
Für alle medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren gilt zudem: Lassen Sie sich bitte immer persönlich über Wirkungen, eventuelle Nebenwirkungen und Komplikationen sowie Gegenanzeigen in der Praxis beraten.